{"id":410,"date":"2020-01-27T09:56:17","date_gmt":"2020-01-27T09:56:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ulfabraham.de\/?page_id=410"},"modified":"2026-08-25T15:53:59","modified_gmt":"2026-08-25T15:53:59","slug":"projekte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ulfabraham.de\/?page_id=410","title":{"rendered":"Projekte"},"content":{"rendered":"\r\n<section class=\"sh-section sh-section-84d293716643565cc8a6b7b146018913 fw-main-row sh-section-visibility-everywhere\">\r\n\t\r\n\t\r\n\t<div class=\"sh-section-container container-fluid\">\r\n\t\t<div class=\"fw-row\">\n\t\r\n<div class=\"sh-column sh-column-a8602a7b145f673c0c4d2aff3f509f5a fw-col-xs-12 sh-column-mobile-padding sh-column-shadow\" >\r\n\r\n\t\r\n\t<div class=\"sh-column-wrapper\">\r\n\t\t\r\n\r\n\r\n\r\n<div id=\"image-gallery-9d1447a86a7ab6f6514bd158adc46909\" class=\"sh-image-gallery sh-image-gallery-noverlay sh-image-gallery-nozoom sh-image-gallery-container sh-image-gallery-disable\"  data-autoplay=\"3000\" data-columns=\"2\">\r\n\t\t\t<div class=\"sh-image-gallery-item\">\r\n\t\t\t<div class=\"sh-gallery-item\">\r\n\t\t\t\t<div class=\"post-meta-thumb\">\r\n\r\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ulfabraham.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Infotag_2013_040_YN_2912-1-e1580394566754-660x420.jpg\" alt=\"Infotag 2013 Luteraturhaus Stuttgart\" \/>\r\n\t\t\t\t\t\r\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t<\/div>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t\t\t<div class=\"sh-image-gallery-item\">\r\n\t\t\t<div class=\"sh-gallery-item\">\r\n\t\t\t\t<div class=\"post-meta-thumb\">\r\n\r\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ulfabraham.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/05_Didaktik_MG_5096-e1580394255831-660x420.jpg\" alt=\"05_Didaktik_MG_5096\" \/>\r\n\t\t\t\t\t\r\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t<\/div>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\r\n\r\n\t\t\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\n\n<div class=\"fw-row\">\n\t\r\n<div class=\"sh-column sh-column-4da5b354ad223d6bb2fec2e7cedcd6d4 fw-col-xs-12\" >\r\n\r\n\t\r\n\t<div class=\"sh-column-wrapper\">\r\n\t\t\r\n<div class=\"sh-empty-space\" id=\"empty-space-623eed9160770cec1e22a6be8f8f8c99\"><\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\r\n\r\n\t\t\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\n\n<div class=\"fw-row\">\n\t\r\n<div class=\"sh-column sh-column-7e98b1d4f8cad1b2d626a9b5dc0bdfda fw-col-xs-12\" >\r\n\r\n\t\r\n\t<div class=\"sh-column-wrapper\">\r\n\t\t\r\n<div id=\"text-block-7f0b121be8a5d19491238d551f25e5c5\" class=\"sh-text-block\">\r\n\t<div id=\"c39753\" class=\"ce \"><div class=\"ce-textpic ce-center ce-below\"><div class=\"ce-bodytext\"><h2>Forschungsprojekt \"Allgemeine Fachdidaktik\"<\/h2><p><span style=\"font-size: 18px;\">in Kooperation mit <strong>Horst Bayrhuber<\/strong> (Kiel), <strong>Volker Frederking<\/strong> (Erlangen-N\u00fcrnberg), <strong>Werner Jank<\/strong> (Frankfurt a.M.), <strong>Martin Rothgangel<\/strong> (Wien) &amp; <strong>Helmut Johannes Vollmer<\/strong> (Hamburg) sowie der Gesellschaft f\u00fcr Fachdidaktik (<a href=\"https:\/\/www.fachdidaktik.org\/\"><strong>GFD<\/strong><\/a>)<\/span><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Die Ausgangslage des Forschungsprojekts\u00a0<\/strong><\/p><p>Bereits in den 1990er Jahren wurde die Notwendigkeit einer St\u00e4rkung der akademischen Fachdidaktiken erkannt und die Zusammenarbeit seither entsprechend intensiviert \u2013 mit dem Ziel einer besseren Vernetzung im Interesse der Forschung, aber auch der bildungspolitischen Durchsetzungskraft. Erfolgreiche Ma\u00dfnahmen zur Etablierung der Fachdidaktiken als forschende Disziplinen sind nicht zuletzt das Verdienst des Instituts f\u00fcr die P\u00e4dagogik der Naturwissenschaften (IPN): Der Biologiedidaktiker Horst Bayrhuber regte als dessen Direktor zun\u00e4chst eine \"Konferenz der Vorsitzenden der Fachdidaktischen Fachgesellschaften\" (KVFF) an, vor allem f\u00fcr die Verfolgung berufspolitischer Zielsetzungen (gemeinsame Belange aller Fachdidaktiken in Forschung, Lehre und Hochschulpolitik sowie in hochschulischer Selbstverwaltung). Aus dieser KVFF entstand 2001 die <em>Gesellschaft f\u00fcr Fachdidaktik (GFD)<\/em> als fester institutioneller Rahmen zur Verfolgung gemeinsamer Interessen und wissenschaftlicher Belange. Die GFD deckt mittlerweile ein breites Spektrum an forschungs- und hochschulpolitischen Aktivit\u00e4ten ab (halbj\u00e4hrliche Mitgliederversammlungen und Fachtagungen im Zweijahresrhythmus mit jeweils aktuellen oder grunds\u00e4tzlichen Themen).<\/p><p>Dennoch \u2013 oder gerade durch diese intensivierte Zusammenarbeit \u2013 zeigte sich immer wieder die Notwendigkeit, nun auch theoretisch genauer zu bestimmen, worin denn der gemeinsame Kern aller Fachdidaktiken liegt und welche Unterschiede im Einzelnen bestehen: Zu erarbeiten war eine \u00fcberzeugende theoretische Begr\u00fcndung f\u00fcr das Gemeinsame aller Fachdidaktiken, in deren Zentrum ein Konzept <strong>fachlicher Bildung<\/strong> als Kerngesch\u00e4ft von Fachdidaktik verankert ist.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Intention und Vorgehen<\/strong><\/p><p>2009 konstituierte sich im Rahmen einer GFD-Mitgliederversammlung eine interdisziplin\u00e4re Arbeitsgruppe, die sich die Erarbeitung eines solchen Konzepts zum Ziel setzte. Sie bestand aus Vertretern der Biologiedidaktik (Horst Bayrhuber), der Deutschdidaktik (Ulf Abraham, Volker Frederking) der Englischdidaktik (Helmut Johannes Vollmer), der Musikp\u00e4dagogik (Werner Jank) und der Religionsp\u00e4dagogik (Martin Rothgangel). Diese Gruppe erwies sich als gen\u00fcgend interdisziplin\u00e4r und zugleich klein genug, um eine f\u00e4cher\u00fcbergreifende Sicht auf den Bildungsauftrag schulischer F\u00e4cher und damit einen entsprechenden Lehr- und Forschungsauftrag der ihnen zugeordneten Fachdidaktiken beschreiben zu k\u00f6nnen. Gleichwohl bedurfte es, bis tragende Begriffe eines Konzeptes fachlicher Bildung gefunden und gekl\u00e4rt waren, einer zeitintensiven Grundsatzdiskussion. Exemplarisch wurden die in der Arbeitsgruppe repr\u00e4sentierten Fachdidaktiken in ihrem Selbstverst\u00e4ndnis, ihren fachlichen Inhalten und an diesen zu gewinnenden Kompetenzen jeweils so beschrieben, dass aus den Beschreibungen nach den Grunds\u00e4tzen <em>der grounded theory<\/em> Kategorien zu gewinnen waren, an Hand derer eine \u201eAllgemeine Fachdidaktik\u201c in Umrissen erkennbar wurde. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe\u00a0 verstehen sie als Metatheorie der Fachdidaktiken.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Ergebnisse<\/strong><\/p><p>In der ersten, 2017 erschienenen Publikation der Arbeitsgruppe werden Umrisse einer allgemeinen Theorie der Fachdidaktiken entwickelt. Dazu wird das Verh\u00e4ltnis von Fachlichkeit, fachbezogener Bildungstheorie und empirischer wie theoretischer fachdidaktischer Forschung im Hinblick auf fachliches Lernen innerhalb und au\u00dferhalb der Schule systematisch reflektiert. Zun\u00e4chst wird die Entwicklung der Fachdidaktiken und ihr besonderer Status im Spannungsfeld von \u203aBildungswissenschaften\u2039 und \u203aFachwissenschaften\u2039 skizziert. Dann geht es um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Fachdidaktiken mit Blick auf das Lernen im Fach und vor allem \u00fcber das Fach hinaus. Schlie\u00dflich werden konstitutive Bausteine einer Theorie der Allgemeinen Fachdidaktik entwickelt, auf deren Basis erste Konturen einer Theorie fachlicher Bildung in Auseinandersetzung mit dem Bildungsdiskurs vom Mittelalter bis zur Gegenwart ins Blickfeld r\u00fcckt. Der Band schlie\u00dft mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick auf weitere Forschungsperspektiven.<\/p><p>Ein zweiter Band ist hervorgegangen aus einer Tagung an der Universit\u00e4t Wien (Juni 2017, Gastgeber: Prof. Dr. Martin Rothgangel, Institut f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik der Evangelisch-Theologischen Fakult\u00e4t). Dort wurde die Arbeitsgruppe um Vertreter\/innen weiterer Fachdidaktiken erg\u00e4nzt und der Stand der Entwicklung einer \u201eAllgemeinen Fachdidaktik\u201c auf einer entsprechend verbreiterten Basis diskutiert. Die resultierenden Darstellungen von 17 Fachdidaktiken wurden dann erg\u00e4nzt um weitere grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen (vgl. Bayrhuber\/ Abraham\/ Frederking\/ Jank\/ Rothgangel\/ Vollmer: <em>Lernen im Fach und \u00fcber das Fach hinaus<\/em>, M\u00fcnster 2020; 2. Aufl. 2021).<\/p><p>Ein weiterer, 2024 erschienener Band enth\u00e4lt in englischer \u00dcbersetzung eine Auswahl aus den o.g.Ver\u00f6ffentlichungen (Vollmer, Helmut Johannes\/ Rothgangel, Martin (eds.): <em>General Subject Didactics. Comparative Insights into Subject Didactics as Academic Disciplines. Allgemeine Fachdidaktik Vl. 4<\/em>. M\u00fcnster: Waxmann 2024).<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Weitere Publikationen von Ulf Abraham mit Projektbezug<\/strong><\/p><ul><li>mit Martin Rothgangel: Subject Didactics as a Theory of Subject-Matter Education. In: Vollmer, Helmut Johannes\/ Rothgangel, Martin (eds.): <em>General Subject Didactics. Comparative Insights into Subject Didactics as Academic Disciplines. Allgemeine Fachdidaktik Vl. 4<\/em>. M\u00fcnster: Waxmann 2024, 49-55.<\/li><li><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Relative Normen und ganz normale Relativit\u00e4t. <\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Ungewissheiten aus der Perspektive der Deutschdidaktik sowie\u00a0 <\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">diese aus der Sicht einer \u201eAllgemeinen Fachdidaktik\u201c. In: F\u00fchrer, Carolin et al. (Hrsg.): Relativit\u00e4t und Bildung. F\u00e4cher\u00fcbergreifende Herausforderungen und fachspezifische Grenzen. M\u00fcnster: Waxmann 2022, 27-39.<\/span><\/span><\/li><li>mit Volker Frederking: 'Fachliches Lehrerwissen' und 'fachdidaktisches Wissen' aus der Sicht der Allgemeinen Fachdidaktik. In: Schmidt, Frederike\/ Schindler, Kirsten (Hrsg.): <em>Wissen und \u00dcberzeugungen von Deutschlehrkr\u00e4ften. Aktuelle Befunde in der deutschdidaktischen Professionsforschung<\/em>. Berlin: Peter Lang 2020, 29-45.<\/li><li>mit Horst Bayrhuber, Volker Frederking, Werner Jank, Martin Rothgangel &amp; Helmut Johannes Vollmer: Fachlichkeit im Horizont der Allgemeinen Fachdidaktik. In: Mertens, Matthias\/ Rabenstein, Kerstin\/ Br\u00e4u, Karin\/ Fetzer, Marei\/ Gresch, Helge \/Hardy, Ilonca\/ Schelle Carla (Hrsg.):<em> Konstruktionen von Fachlichkeit. Ans\u00e4tze, Ertr\u00e4ge und Diskussionen in der empirischen Unterrichtsforschung<\/em>. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2018, 42-54.<\/li><\/ul><p>&nbsp;<\/p><\/div><\/div><\/div><p>&nbsp;<\/p><p>&nbsp;<\/p><div id=\"c39711\" class=\"ce \"><h2 class=\"\">Entwicklungsprojekt \"Literarisches Schreiben im Deutschunterricht\" (LSiD)<\/h2><div class=\"ce-textpic ce-center ce-below\"><div class=\"ce-bodytext\"><h4>in Kooperation mit dem <a href=\"https:\/\/www.literaturhaus-stuttgart.de\/\">Literaturhaus Stuttgart<\/a>, dem <a href=\"http:\/\/www.literaturhaus-rostock.de\">Literaturhaus Rostock<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/www.literarisches-zentrum-goettingen.de\/\">Literarischen Zentrum G\u00f6ttingen <\/a>sowie der <a href=\"https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/bildungswissenschaft\/empirische-bildungsforschung\/team\/julia.schuetz.shtml\">Fernuniversit\u00e4t Hagen<\/a><\/h4><p><strong>Das Projekt<\/strong><\/p><p>In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Stuttgart und seinen Dozent*innen hat der Lehrstuhl Abraham (Universit\u00e4t Bamberg) seit 2011 ein wegweisendes Weiterbildungs\u00adprogramm f\u00fcr Deutsch\u00adlehrer*innen aller Schularten der Sekundarstufen erarbeitet. Die Entwicklung ging von der These aus, dass eigene Expertise im Bereich einer kulturellen Praxis den Lehren\u00adden zu mehr Sicherheit verhilft und den Kompetenzerwerb der Lernenden unterst\u00fctzt. Im Dialog mit Dozent*innen des Literaturhauses, die sie sich auf verschiedene Gattungen und Genres spezialisiert haben, wurde ein auf Lehrer*innen abgestimmtes Werkstatt-Konzept entwickelt. Die Werkst\u00e4tten wurden erg\u00e4nzt durch fachdidaktische Seminare und eine \u00f6ffentliche Gespr\u00e4chs\u00adreihe, die Autor\/innen mit literatur- oder sprachwissenschaftlich sowie lese- oder oder schreib\u00addidaktisch ausgewiesenen Hochschullehrer*innen zusammenbrachte und die dialogisch organisiert und moderiert wurde.<\/p><p>Zur Projektplanung und -umsetzung insgesamt vgl. das von Uwe Ebbinghaus mit Erwin Krottenthaler f\u00fcr die FAZ\u00a0 gef\u00fchrte <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/warum-literarisches-schreiben-zum-deutschunterricht-gehoert-17559077.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Interview vom September 2021<\/a>.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Die Zielsetzung<\/strong><\/p><p>Es geht in Zusammenhang mit einer Reflexion der eigenen Berufs\u00adrolle um den Erwerb von Lehrkompetenz im Bereich des Schreibens sowohl literarischer als journalistischer Texte und um einen performativen Umgang mit selbst verfassten Texten. Diese Zielsetzung legt es nahe, sich nicht an der Form herk\u00f6mm\u00adlicher Einzelfortbildungen zu orientieren, deren Nachhaltigkeit in Frage steht, sondern einen Zeitraum von 24 Monaten bzw. zwei Schuljahren vorzusehen. Innerhalb dieses Zeitraums tragen verschiedene Elemente (Schreibtage, Seminar- bzw. Transfertage\/ -wochenenden, Gespr\u00e4chsreihe, Unter\u00adrichtsprojekte im 2. Jahr) zum Gelingen der Weiterbildung bei, die im Sinn einer Begleit\u00adforschung evaluiert wird. Es ist das Ziel des Programms, die teilnehmenden Deutschlehrer*innen die kulturelle Praxis Literatur als reflexive Praxis verstehen, betreiben und schlie\u00dflich vermitteln zu lehren. Im Einzelnen betrifft das neben einer eigenen Gestaltungskompetenz in einer der zur Wahl stehenden Gattungen die Urteilskompetenz in Bezug auf eigene und fremde Texte sowie die F\u00e4higkeit der argumentativen \u00c4u\u00dferung und Gespr\u00e4chsf\u00fchrung \u00fcber Text- oder Medien\u00adprodukte, die in der Literatur- und Mediendidaktik traditionell \u201eAnschlusskommunikation\u201c hei\u00dft.<\/p><p>Das von der <a title=\"Robert-Bosch-Stiftung\" href=\"http:\/\/www.bosch-stiftung.de\/content\/language1\/html\/index.asp\" target=\"external\">Robert-Bosch-Stiftung<\/a> insgesamt sechs Jahre lang gef\u00f6rderte Programm mit Modellcharakter wurde nach einem ersten Durchgang (2011-13) auf der Basis einer positiven Evaluation zwei Mal um zwei Jahre (2013-15 und 15-17) verl\u00e4ngert. Seit dem Auslauf der F\u00f6rderung durch die Robert-Bosch-Stiftung mit Ende des Schuljahres 2016\/17 wird das Angebot vom Land Baden-W\u00fcrttemberg getragen.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Die didaktische Fundierung<\/strong><\/p><p>Das Projekt ist an Schnittstellen zwischen Literatur- und Schreibdidaktik, Literatur-\/Medien\u00adwissenschaft und professionswissenschaftlicher Forschung angesiedelt. Lehrer*innen des Faches Deutsch als Lernende zu begreifen, ist eine radikalere Forderung, als es scheint. Die Vermittlung von Wissen (hier: \u00fcber Literatur und Medien), traditionell Aufgabe einer Universit\u00e4t, ist nicht mehr ausreichend, wenn auch in Bezug auf (die 3. Phase der) Lehrerbildung kompetenzorientiert gedacht und gehandelt wird. In herk\u00f6mmlichen Fortbildungsveranstaltungen wurde \u201eMethodenkompetenz\u201c lange Zeit vielfach noch zu instruktionsbasiert weitergegeben: W\u00e4hrend eine Theorie kompetenzorientierten Unterrichts heute von \u201eAnforderungs\u00adsituationen\u201c spricht, in denen sich beweisen muss, was an Kompe\u00adtenz bereits erworben oder aktuell erwerbbar ist, traf und trifft man hier noch auf instruktionsbasierte Lern\u00adformen.<\/p><p>Gebraucht wird f\u00fcr literarisches Schreiben nicht so sehr deklaratives literarisches Wissen als prozedurales Wissen \u00fcber Autor*innen, Genres, Formen und Verfahren, daneben aber auch didaktische Expertise in Bezug auf diese. Solche Expertise wiederum gewinnt man nicht nur aus der Aufkl\u00e4rung \u00fcber literatur- und medientheoretische und jeweils auch -didaktische Kon\u00adzepte. Notwendig ist zun\u00e4chst eigene Erfahrung mit Verfahren und Techniken, die dann auch Sch\u00fcler*innen beherrschen lernen k\u00f6nnten. Die Gestaltung von Texten und Medien kann in Klassenzimmern nur \u00fcberzeugend anleiten, wer auf eigene Gestaltungs\u00aderfahrung damit zu\u00adr\u00fcck\u00adgreifen kann. Es geht hier nicht nur um eine kognitive Ebene, sondern um Erfolgserlebnisse und ein dadurch gest\u00e4rktes Selbstwertgef\u00fchl als Lehrkraft (vgl. Ulf Abraham\/ Ina Brendel-Perpina: <em>Literarisches Schreiben im Deutschunterricht. Produktionsorientierte Literaturp\u00e4dagogik in der Aus- und Weiterbildung<\/em>. Seelze: Klett\/Kallmeyer 2015, 2. Aufl. 2021).<\/p><p>Neuere Erkenntnisse der Lernforschung gehen in diese Konzeption ebenso ein wie die Kom\u00adpetenzorientierung im Bereich der Lehrerbildung (vgl. die <a title=\"KmK-Lehrerbildungsstandards\" href=\"http:\/\/www.kmk.org\/fileadmin\/veroeffentlichungen_beschluesse\/2008\/2008_10_16-Fachprofile-Lehrerbildung.pdf\" target=\"external\">Lehrerbildungsstandards <\/a>der KMK von 2009). Gerade der Deutschunterricht und insbesondere der Literaturunterricht mit Herausforderungen wie \u00e4sthetischem Empfinden, Lesefreude, Imaginationsf\u00e4higkeit und Fremdverstehen zeigt zwar die Grenzen der Standardisierung und der \u00dcberpr\u00fcfbarkeit von Leistungen deutlich auf. Aber auch ein \u201eweiches Lernfeld\u201c wie das literarische Lernen kann sich den aktuellen Entwicklungen nicht grunds\u00e4tzlich entziehen und muss den Blick auf das angestrebte K\u00f6nnen und seine Voraussetzungen richten. Eine zentrale Zielsetzung des Projekts ist, neben der literarischen Rezeptions- nun auch die Produktionskompetenz zu etablieren, und zwar sowohl im Fachdiskurs der Deutschdidaktik als in der Unterrichtspraxis.<\/p><p>Die Nachhaltigkeit der Weiterbildung k\u00f6nnen wir an Hand einer Befragung der Teilnehmer*innen der 1. Staffel (2011-13) 2015\/16 bedingt einsch\u00e4tzen. N\u00e4heres<a href=\"https:\/\/www.uni-bamberg.de\/fileadmin\/uni\/fakultaeten\/split_lehrstuehle\/didaktik_deutsch\/Daten\/Wo_stehen_die_Teilnehmer-innen_heute__END_.pdf\"> hier<\/a><span class=\"filesize\"> (122.4 KB)<\/span>.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Adaptionen des Konzepts an anderen Standorten\u00a0<\/strong><\/p><p>Modellbildend wirkte das Literaturhausprojekt LSiD, insofern im Herbst 2018 an den Literaturh\u00e4usern G\u00f6ttingen und Rostock, jeweils in Kooperation mit der Deutschdidaktik (<a href=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/en\/braeuer-christoph-prof-dr\/224223.html\">Prof. Dr. Christoph Br\u00e4uer<\/a>,\u00a0 G\u00f6ttingen bzw. <a href=\"https:\/\/www.germanistik.uni-rostock.de\/lehrende\/professorinnen-und-professoren\/prof-dr-tilman-von-brand\/\">Prof. Dr. Tilman von Brand<\/a>, Rostock) der \u00f6rtlichen Universit\u00e4t, gleichartige Programme an den Start gegangen sind. Auch sie werden von der Robert-Bosch-Stiftung gef\u00f6rdert (wie vorher in Stuttgart mit dem Ziel ihrer Verstetigung nach dem Auslaufen der F\u00f6rderung). Die Koordination sowohl der Programmplanung als der Begleitforschung an den nunmehr drei LSiD-Standorten soll sicherstellen, dass das jeweils an die \u00f6rtlichen Gegebenheiten adaptierte Konzept im Kern erhalten bleibt, aber auch eine Weiterentwicklung erf\u00e4hrt.<\/p><p>Von 2018 bis 2022 war die Programmentwicklung an den drei Standorten Stuttgart, G\u00f6ttingen und Rostock Gegenstand einer Begleitforschung, die von <a href=\"https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/bildungswissenschaft\/empirische-bildungsforschung\/team\/julia.schuetz.shtml\" target=\"external\">Prof. Dr. Julia Sch\u00fctz<\/a> (Fernuniversit\u00e4t Hagen) geleitet wurde.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Literarisches Schreiben im interdisziplin\u00e4ren Gespr\u00e4ch<\/strong><\/span><\/p><p>Am 23.\/24. Februar 2022 richteten Prof. Dr. Ulf Abraham (Bamberg\/Berlin), Prof. Dr. Christoph Br\u00e4uer (G\u00f6ttingen) und Prof. Dr. Tilman von Brand (Rostock) eine Online-Expertentagung aus zu \u201e<strong>Konzepten literarischen Schreibens in literaturwissenschaftlicher, schreibp\u00e4dagogischer und deutschdidaktischer Sicht<\/strong>\u201c. Aus literatur-\/medienwissenschaftlicher Sicht sprachen\u00a0 Prof. Dr. Andrea Bartl (Bamberg) und Prof. Dr. Gerhard Lauer (Mainz), aus schreibp\u00e4dagogischer Prof. Dr. Gerd Br\u00e4uer (Freiburg i.Br.) und aus deutschdidaktischer Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser (Karlsruhe), Prof. Dr. Irene Pieper sowie Mischa Mangel (Berlin), Prof. Dr. Thomas Zabka (Hamburg) und Prof. Dr. Florian Radvan (Bonn). Die Praxis des Deutschunterrichts war vertreten durch einen Beitrag von StD Norbert Berger (Coburg). Daraus ist eine Publikation hervorgegangen, die im Herbst\u00a0 2023 erschienen ist (<em>Literarisches Schreiben als kulturelle Praxis<\/em>).<\/p><p>&nbsp;<\/p><h5><strong>Festival-Kongress \"Literatur machen\" der drei Literaturh\u00e4user am Literaturhaus Stuttgart, November 2022<\/strong><\/h5><\/div><\/div><p>Vom 9. bis 12. 11. 22 fand am Literaturhaus Stuttgart ein gemeinsam mit den H\u00e4usern in G\u00f6ttingen und Rostock ausgerichteter Festival-Kongress statt, auf dem die Idee eines produktions\u00e4sthetisch begr\u00fcndeten Ungangs mit Literatur in der Schule von verschiedenen Seiten beleuchtet wurde. Es gab u.a. Angebote f\u00fcr Sch\u00fcler*innen und ihre Lehrkr\u00e4fte und wissenschaftliche Vortr\u00e4ge, die Ergebnisse der Begleitforschung darstellten, auswerteten und auf die Praxis der Lehrerfortbildung bezogen. Die Verantwortlichen aller drei Standorte waren anwesend und stellten das Konzept und seine gegenwartig realisierten sowie zuk\u00fcnftigen M\u00f6glichkeiten vor. Als externer Experte war Prof. Dr. Frank Lipowsky eingeladen,\u00a0 der in einem Vortrag zu Bedingungen der Nachhaltigkeit von Lehrkr\u00e4ftefortbildungen ausf\u00fchrlich auf die LSiD-Angebote der Literaturh\u00e4user einging.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Weitere Publikationen von Ulf Abraham mit Projektbezug<\/strong><\/p><ul><li>mit Christoph Br\u00e4uer u. Tilman v. Brand: Literarisches Schreiben konstruktiv f\u00f6rdern. Feedback zu selbst verfassten Kurzgeschichten anregen. In: Deutsch 5-10 Nr. 84 (2025), 8-15.<\/li><li>Personale Bildung durch ein Weiterbildungsprogramm im literarischen Schreiben f\u00fcr Deutschlehrer*innen. In: Albrecht, Christian\/Br\u00fcggemann, J\u00f6rn\/Kretschmann, Tabea\/Meier, Christel (Hg.): Personale und funktionale Bildung im Deutschunterricht. Theoretische, empirische und praxisbezogene Perspektiven. Berlin: J.B. Metzler 2025, 191-205.<\/li><li>mit Daniela Matz: Kreatives und literarisches Schreiben bewerten. In: Petersen, Inger\/Reble, Raja\/Kilian, J\u00f6rg (Hrsg.): Texte schreiben in allen Unterrichtsf\u00e4chern. Textbeurteilung als Grundlage f\u00fcr Schreibf\u00f6rderung und Leistungsbewertung. M\u00fcnster: Waxmann 2024, 199-219.<\/li><li>mit Christoph Br\u00e4uer und Tilman von Brand: Literarisch schreiben lehren und lernen. Ein Fortbildungsmodell f\u00fcr Lehrerinnen und Lehrer. Hannover: Klett\/Kallmeyer 2024. Mit Gastbeitr\u00e4gen von Frank Lipowsky sowie Nora Berner, Davin P. Akko &amp; Julia Sch\u00fctz.<\/li><li>mit Christoph Br\u00e4uer &amp; Tilman von Brand (Hrsg.): Literarisches Schreiben als kulturelle Praxis. Deutschdidaktische, schreibp\u00e4dagogische und medienkulturelle Impulse f\u00fcr den Unterricht. Hannover: Klett\/Kallmeyer 202<\/li><li>Begriffe und Verfahren. Zu einer Didaktik literarischen Erz\u00e4hlens aus rezeptions- und produktions\u00e4sthetischer Sicht. In: Bernhardt, Sebastian \/ Henke, Ina (Hrsg.): Erz\u00e4hltheorie(n) und Literaturunterricht. Verhandlungen eines schwierigen Verh\u00e4ltnisses. Berlin: Springer\/Metzler 2023, 19-35.<\/li><li>mit Christoph Br\u00e4uer u. Tilman von Brand: <a href=\"https:\/\/ulfabraham.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/52293-001_PD293_04-13_Abraham_Braeuer_vonBrand-1.pdf\">Literarisches Schreiben. In: Praxis Deutsch 293 (2022), 4-13.<\/a><\/li><li>Ich schreibt. Autobiografisches (im) Schreiben als Herausforderung und Lerngelegenheit im Rahmen des Weiterbildungsprogramms \u201eLiterarisches Schreiben im Deutschunterricht\u201c. In: Behrendt, Renata\/ Kreitz, David (Hrsg.): Autobiografisches Schreiben in Bildungskontexten. Konzepte und Methoden. Bielefeld: wbv 2021, 24-38.<\/li><li>Literarisches Schreiben. Didaktische Grundlagen f\u00fcr den Unterricht. Ditzingen: Reclam 2021.<\/li><li>Literarisches Wissen materialgest\u00fctzt erarbeiten. Wissensbasiertes Verstehen und Gestalten von Literatur im Deutschunterricht. Hannover: Klett\/Kallmeyer 2021, bes. 244-271.<\/li><li>Bewertung bei handlungs- und produktionsorientierten Schreibaufgaben und beim literarischen Schreiben. In: K\u00e4mper-van den Boogaart, Michael\/ Spinner, Kaspar H. (Hrsg.): Deutschunterricht in Theorie und Praxis 11 (Lese- und Literaturunterricht), Bd. 3; 3., stark \u00fcberarbeitete Auflage 2019, 93-119.<\/li><li>mit Judith Angerbauer: Filmisches Schreiben - Drehbuchentw\u00fcrfe f\u00fcr einen Kurzfilm. In: Hippe, Lorenz\/ Richhardt, Thomas (Hrsg.): Szenen machen. Szenisches Schreiben in der Literatur- und Theaterp\u00e4dagogik. Dokumentation. Stuttgart: lpz \/Robert-Bosch-Stiftung 2018, 43-45.<\/li><li>Ist literarisches Schreiben \u201eProduktionsorientierung\u201c? Schreiben im Literatur- und Literatur im Schreibunterricht: spannende Verh\u00e4ltnisse. In: Wrobel, Dieter\/\u00a0 von Brand, Tilman\/ Engelns, Markus (Hrsg.): Gestaltungsraum Deutschunterricht. Literatur - Sprache - Kultur. Baltmannsweiler: Schneider 2017, 77-84.<\/li><li>Szenisches Schreiben. In: Praxis Deutsch 260 (2016), 4-11.<\/li><li>mit Ina Brendel-Perpina: <a href=\"http:\/\/ulfabraham.de\/?attachment_id=1557\">LehrerInnen lernen schreiben. Ergebnisse des Weiterbildungsprogramms \"Literarisches Schreiben im Deutschunterricht\"<\/a>. In: Zimmermann, Holger\/ Peyer, Ann (Hrsg.): Wissen und Normen - Facetten professioneller Kompetenz von Deutschlehrkr\u00e4ften. Frankfurt\/M.: Peter Lang 2016, 127-148.<\/li><\/ul><\/div><\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\r\n\r\n\t\t\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\n\n\t<\/div>\r\n<\/section>\r\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschungsprojekt &#8222;Allgemeine Fachdidaktik&#8220;in Kooperation mit Horst Bayrhuber (Kiel), Volker Frederking (Erlangen-N\u00fcrnberg), Werner Jank (Frankfurt a.M.), Martin Rothgangel (Wien) &amp; Helmut Johannes Vollmer (Hamburg) sowie der Gesellschaft f\u00fcr Fachdidaktik (GFD)&nbsp;Die Ausgangslage des Forschungsprojekts\u00a0Bereits in den 1990er Jahren wurde die Notwendigkeit einer St\u00e4rkung der akademischen Fachdidaktiken erkannt und die Zusammenarbeit seither entsprechend intensiviert \u2013 mit dem Ziel einer besseren Vernetzung im Interesse&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-410","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ulfabraham.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ulfabraham.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ulfabraham.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ulfabraham.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ulfabraham.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=410"}],"version-history":[{"count":85,"href":"https:\/\/ulfabraham.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/410\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2161,"href":"https:\/\/ulfabraham.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/410\/revisions\/2161"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ulfabraham.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}